OpenAI hat gemeinsam mit dem Harvard-Ökonomen David Denning eine neue Studie veröffentlicht, die den bisher detailliertesten Einblick in die Nutzung von ChatGPT bietet. Die Studie, die auf internen Daten von über 700 Millionen Nutzern mit 2,6 Milliarden täglichen Nachrichten basiert, beleuchtet die rasante Verbreitung, den demografischen Wandel und die sich entwickelnden Anwendungsfälle.
Die wöchentlich aktiven Nutzer der ChatGPT-Tarife für Privatkunden (Free, Plus, Pro) stiegen von etwas über 100 Millionen Anfang 2024 auf mehr als 700 Millionen im September 2025 – fast 101.040 Billionen der erwachsenen Weltbevölkerung. Das tägliche Nachrichtenvolumen kletterte von 451 Millionen im Juni 2024 auf 2,6 Milliarden ein Jahr später. Die Nutzung pro Langzeitnutzer zeigt jedoch Anzeichen einer Stagnation. Das Wachstum stammt mittlerweile hauptsächlich von Neukunden und nicht mehr von einer verstärkten Nutzung bestehender Nutzer.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Studie gehören:
- Demografie: Fast die Hälfte der Nutzer (461 TP4T) ist zwischen 18 und 25 Jahre alt. Seit dem Start hat sich das Geschlechterverhältnis bei ChatGPT von 801 TP4T Männern zu einer leichten weiblichen Mehrheit (52,41 TP4T) verschoben.
- Anwendungsfälle: Aufgaben außerhalb der Arbeit dominieren und machen 72,21 Tsd. 4T Nachrichten aus, gegenüber 531 Tsd. 4T im Vorjahr.
- Schreibhilfe: 28% aller Gespräche beinhalten Unterstützung beim Schreiben, bei arbeitsbezogenen Aufgaben steigt dieser Anteil auf 42%. Das Bearbeiten und Überarbeiten von Texten ist häufiger als das Verfassen neuer Texte.
- Suche und Entscheidungsfindung: Bei 24,4% der Nutzung geht es um die Informationssuche, während sich 14,9% der arbeitsbezogenen Interaktionen auf das Treffen von Entscheidungen oder das Lösen von Problemen konzentrieren. Dies lässt darauf schließen, dass ChatGPT eher als Berater denn als Aufgabenausführer eingesetzt wird.
- Kleinere Nischen: Programmierung (4.2%), kreative Ideenfindung (3.9%) und Multimedia-Erstellung (6%) machen einen relativ geringen Anteil der Gesamtaktivität aus.
Während ChatGPT immer mehr Nutzer gewinnt, zeigen die Daten von OpenAI, dass das Wachstum stark von der Gewinnung neuer Nutzer abhängt. Die Aufrechterhaltung des Engagements bestehender Nutzergruppen könnte sich als nächste große Herausforderung für das Unternehmen erweisen.
Quelle:

